Wie schießt man ein schönes Facebook-Foto / Profilfoto?

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Česky: Logo Facebooku English: Facebook logo Español: Logotipo de Facebook Français : Logo de Facebook Tiếng Việt: Logo Facebook (Photo credit: Wikipedia)

Facebook, XING und LinkedIn haben die Welt revolutioniert, wunderbar, so denkt man, endlich sind alle im zentralen Melderegister registriert. Doch so manches Facebook-Selbst-Bild ist mehr abschreckend als einladend und während das in manchen Fällen gewollt sein mag – in den meisten Fällen war es Pech.

Die erste Frage, die du dir stellen musst:

1. Was will ich von mir überhaupt zeigen?

Nicht alles sollte immer für alle sichtbar sein und so würde ich es bei Profilfotos auch halten. Das gilt auch für das Gesicht – warum das ganze Gesicht in die Kamera halten?

Das hat noch einen zweiten Grund, denn mit der Gesichtserkennung, die es ja schon gibt, sind wir gar nicht so weit weg davon, dass jemand dein Foto an der Kinokasse macht, es schnell erkennen lässt und dann deine Facebook-Seite besucht, um alles über dich zu erfahren. Das mag nett sein, wenn es die Liebe deines Lebens wird, es mag grauenhaft werden, wenn es ein Stalker ist…

Mein Tipp: Für Spaß-Seiten wie Facebook, halte doch einfach eine Hand vor die Hälfte deines Gesichts, da sieht man noch genug, dass du lachen kannst, aber die Gesichtserkennungssoftware rennt gegen eine Wand.

Für professionelle Profile oder Berufsnetzwerke wie XING oder LinkedIn sollte es schon ein professionelles Bild sein, ohne Ablenkung im Hintergrund, richtig ausgeleuchtet.

2. Wähle die Location.

Wenn der Hintergrund mehr ablenkt und über dich aussagt, als dein Bild, dann solltest du dir dessen bewusst sein, dass das von dir als Mensch erst mal ablenkt. Seien wir ehrlich, nicht jeder Besucher auf deiner Facebook-Seite wird dein Freund sein und muss wissen, dass du Metallica magst (siehe Poster im Hintergrund), dass du ein Messy bist (das Zimmer sieht aus wie ein Saustall, Mama hat’s ja immer gesagt) und dass das Bild vom Ex immer noch auf dem Nachttisch stehst, gleich neben dem Lieblingsteddy. Bedenke, dass solche Fotos, wenn sie mal hochgeladen sind, immer im Internet bleiben – denn irgendeiner kann sie immer wieder speichern und erneut hochladen.

3. Auch Lachen will gelernt sein. Achte auf deine Mimik.

Lache nicht, wenn es dir keinen Spaß macht, man sieht es an den Lachfältchen. Warum nicht mal ernst, das wird zwar weniger Leute anziehen – aber vielleicht sind die Leute dann eher nach deinem Geschmack, weil sie eher deine Stimmungslage treffen, als die, die du sonst angelacht hättest. Auch träumerisch, nachdenklich oder aus dem Fenster blickend, sind schöne Eigenschaften.

Das gilt überraschenderweise auch für Profibilder, probiere es mal aus und setze eigene Akzente.

4. Achte auf deine Körperhaltung.

Wer mit herunterhängenden Schultern herumläuft, kann darauf warten, dass er vielleicht die typischen Rettertypen aktiviert, aber richtig Spaß wirst du mit denen auch nicht haben.

5. Achte auf deine Kleidung.

Ein DJ Bobo T-Shirt kann abschrecken oder DJ Bobo-Fans aktivieren, überlege dir genau, ob du das willst. Einfach ist oft am besten.

6.Beleuchtung

Eine Alternative zur Hand ist natürlich eine sehr starkes Seitenlicht, wo eine Gesichtshälfte im Dunkeln bleibt, das ist zwar spannend, macht aber doch gespenstische Schatten, wenn du sie nicht entsprechend ausleuchtest. Mehr zum wirklich umfangreichen Thema Beleuchtung findest du im Buch.

7. Lass das Foto von jemandem machen.

Nichts ist schlimmer als wenn die Leute vor einem Spiegel stehen, den Blitz anschalten, man vor lauter Blitz den Menschen nicht mehr sieht und die Leute mehr auf die Kamera und den Auslöser starren, als in das Bild. Auch das Beschneiden von Bildern will gelernt sein, damit du zum Beispiel den Blitz los wirst. Hast du diese Möglichkeit nicht, dann nimm den Selbstauslöser. Achte darauf, dass der Blitz dich nicht ausbleicht und du am Ende wie ein Blitzzombie aussiehst, im Idealfall: ohne Blitz.

8. Effekte

Die Nachbearbeitung ist auch spannend, warum nicht mal in Schwarz-Weiß und nur die Augen farbig? Warum nicht im 70er-Jahre Polaroid-Stil, leicht schräg oder in Bleistiftstriche umgewandelt? Deiner Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Ein Tipp am Rande: weniger ist oft mehr. Hier hilft Photoshop (Express) oder Gimp weiter. Weitere Ideen wären eine Fotocollage oder ein Fotoposter, sei kreativ, hab Spaß.

9. Stell dir eine letzte Frage: Dieses Bild wird dich unter Umständen ein Leben lang begleiten, willst du es wirklich veröffentlichen?

Dann steht deinem Facebook-Foto und deinem Profilbild nichts mehr im Weg. Viel Spaß.

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