EM Fotos und WM Fotos: Fotografiere die Emotionen

Herrlich, endlich wieder Fußball im Großen. Auch wenn man meist nicht im Stadion dabei sein kann, kann man diese Situation wunderbar nutzen, um große Emotionen zu fotografieren. Hier ein paar Tipps, für die, die sich auch in zehn Jahren noch an den Jubelschrei erinnern wollen.

Setze dich so, dass du den Fernseher  und deine Leute gut im Blick hast. Der Schlüssel liegt ganz allein in der Vorbereitung. Noch bevor das Spiel losgeht, solltest du wissen, wo du die Kamera hinhalten willst, wenn sie aufspringen. Hier geht es um rohe Emotionen, an die man sich noch Jahre später erinnert.

Komposition:

  • Überlege dir, was und wen du genau fotografieren willst.
  • Betrachte dir die Typen. Sind es Leute, die aufspringen und schreien, sind es Typen die Chipspackung gegen die Mattscheibe donnern oder sind es die wilden Umarmer?
  • Wenn es geht, komponiere das Bild so, dass irgendetwas von der Fußballübertragung noch zu sehen ist.
  • Stelle die Fotografierten frei, schaue, dass du einen wenig ablenkenden Hintergrund hast (außer ein grünes Spielfeld auf der Leinwand, das wäre okay). Benutze dafür einen kleinen Blendenwert, insofern das Licht es zulässt.
  • Es ist völlig legitim, nur Ausschnitte zu fotografieren: Die Augen, das Gesicht, die Hände, wie sie etwas festhalten.

Technik:

  • Stelle deine Kamera auf Tv  (Canon) oder S (Nikon) und setze mal den Wert auf 1/200stel s (ggf. höher, wenn die Lichtverhältnisse schlechter sind.)
  • Stelle die Kamera Continuous Focus, damit der Fokus folgt, alternativ stelle den Fokus manuell ein, damit du die Kamera nur hochziehen musst, das spart dir wertvolle Millisekunden beim Fotografieren.
  • Stelle die Kamera auf Burst (d.h. er schießt laufend Fotos, solange du auf dem Auslöser bleibst.)
  • Du könntest einen Aufhellblitz nehmen, aber setze den Blitz erst runter, sonst hast du Blitzzombies.
  • Um die Lichtempfindlichkeit hochzusetzen (eher die Verarbeitung des Lichtes) kannst du mit dem ISO hier ruhig hochgehen, es geht um den Moment, ein bisschen Rauschen ist hier in Ordnung.

Solltest du es nicht scharf bekommen, mache aus der Not eine Tugend: Fotografiere mit einer längeren Verschlusszeit und setze einen Rear Curtain Blitz, dann hast du Bewegung drin, auch das kann spannende Fotos geben. Außerdem hast du noch ein paar Spielchen zum Üben. 🙂

Mehr geniale Tipps zur Action-Fotografie, Porträts und Bildkomposition findest du in meinem Buch: „iKnow: Bessere Digitalfotos“, erschienen im Data Becker Verlag.

Advertisements


Kategorien:Bücher über Fotografie, Bildkompositionskriterien, Blende, digital fotografieren, Fotografie, Fotografie für Anfänger, Fotografie Grundlagen, Fotografieren lernen, Fotokurs, Fototechnik, ISO, Langzeitbelichtung fotografieren, Panning, Panning fotografieren, richtig fotografieren, Tiefenschärfe fotografieren, Verschlusszeit

Schlagwörter: , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , , ,

%d Bloggern gefällt das: