Feuer fotografieren: Sonnwendfeuer / Peter(s)feuer / Johannisfeuer / Osterfeuer / Funkenfeuer

105mm, 1/160s, Blende 4, ISO 500.

Sommersonnenwende, Petersfeuer und Johannisfeuer – und wie all die großen Feuer noch so heißen, jetzt ist ihre Zeit. Dieses Feuer hier war letzte Woche in Stetten.

Endlich kann sich mal auf etwas anderes als die  Wasserfallfotografie  konzentrieren, was ohnehin jeder macht (momentan eindeutig zu sonnig und zu wenig Wasser).

Wende dich doch mal in Ruhe dem anderen Element, dem Feuer zu.

Während Wasser meist träumerisch dargestellt wird, ist das Feuer, vor allem, wenn es groß ist, doch eine (durchaus beängstigende) Urgewalt, die sich spannend in Szene setzen lässt.

Was brauchst du dafür?

  • Ein Tele- oder Zoomobjektiv bietet sich an, damit du richtig reinzoomen kannst. (Es sei denn, du willst das Feuer in einen Kontext setzen, z. B. in einer Party, dann lohnt sich ein Weitwinkelobjektiv)
  • Ein Stativ, denn die Feuer brennen erst bei Einbruch der Dunkelheit und wenn alles wackelt, dann ist es nicht mehr schön. Ohne Stativ hätte man oben nicht mehr die Maserung des Holzes sehen können.
  • Versuche das ISO niedrig zu halten, sonst rauscht es zu sehr. Oben blieb ich bei ISO 500 hängen, bis 800 ist es noch okay, aber dann wird das Rauschen arg grenzwertig.
  • Die Verschlusszeit sollte für „eingefrorenes“ Feuer relativ kurz sein, aber lang genug, damit du das ISO runtersetzen kannst.
  • Willst du lieber Feuereffekte mit verwaschenem Feuer (Vorsicht, das kann auch ganz schnell zu Highlights führen, die du nicht mehr retten kannst, sog. „Blinkies“), dann experimentiere mit längeren Verschlusszeiten.
  • Die Blende ist Geschmackssache, ich wollte den Fokuspunkt ganz stark auf das hochstehende Holz legen und den Rest etwas außerhalb des Fokus setzen, deshalb bin ich gleich auf eine kleine Blendenstufenzahl gegangen, bei Blende 22 wäre es natürlich schärfer gewesen – allerdings hätte letzteres wieder eine längere Verschlusszeit benötigt.
  • Passe auf deine Kamera auf. Zu nahe, kann schnell zu heiß werden – für dich und deine Kamera. Sei besonders bei wechselndem Wind vorsichtig.

Mehr zum Thema wie Blende – ISO und Verschlusszeit zusammenhängen und wie man Wasserfälle fotografiert, findest du in meinem Buch: „iKnow: Bessere Digitalfotos“, erschienen im Data Becker Verlag.

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