Kameraratgeber – Bridge-Kameras (2)

 

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Liebe Freunde der „52-Foto-Aufgaben“,

widmen wir uns den Bridge-Kameras im großen Kameravergleich, der dir als Einkaufsratgeber für Kameras dienen kann. Einige schielen bestimmt Bridge-Kameras und sie sind mächtig, auch wenn die Bezeichnung „Bridge“ vielen nicht unbedingt geläufig ist.

Mein erstes, bei FlickR häufig betrachtetes Bild war mit einer Bridge-Kamera gemacht und das war die Grundlage für alle weitergehenden Experimente, die mich dann zur Spiegelreflexkamera führten.

Dir Bridge-Kamera ist in der Tat eine „Brücke“ (engl. Bridge) zwischen einfachen Kompakt- und Spiegelreflexkameras. Viele Dinge, die du hier einstellen kannst, findest du später dann auch bei der Spiegelreflexkamera wieder. Aber man findet auch Elemente der Kompaktkamera wieder.

Du hast also eine ideale Mischung zwischen „schnell-mal-ein-Foto-machen“ und „ich-möchte-experimentieren-und-auch-anspruchsvollere-Bilder-machen“.Okay, das waren jetzt viele Bindestriche. 🙂

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So haben Bridge-Kameras Programme wie Sport, Portrait, Landschaft oder Makro, mit denen du jeweils unterschiedliche Einstellungen präsentiert bekommst. Mal wird schnell fotografiert, mal diverse Farben hervorgehoben oder die Schärfe des Bildes erweitert, bzw. beschränkt.

Dann gibt es aber auch Modi wie Av- oder A-, Tv- oder S, bzw. M-Modus. Damit kannst du Einstellungen vornehmen, die auf den Bildern großartige Effekte mit sich bringen. Du entscheidest, wie viel des Bildes scharf wird (Av- oder A-Modus): stelle dir eine scharf gestellte Blume vor, die vor einem unscharfen Hintergrund steht, bzw. eine Landschaft, die durch und durch scharf ist. Mit dem Tv- oder S-Modus kannst du festlegen, wie lange die Kamera etwas betrachtet – so kannst du Wasserfälle schön seidig darstellen oder den fliegenden Ballon einfrieren. Im M-Modus kannst du alles einstellen, die sog. Blende, bzw. die Verschlusszeit.

Für die meisten Bridge-Kameras gibt es keine Objektiverweiterungen.

Natürlich gibe auch noch Spezialeinstellungen, die nach Hersteller variieren, wie Panorama, HDR oder Nachtfotografie.

Bridge-Kameras sind größer, aber nicht so extrem viel größer als Kompaktkameras. Sie sind definitiv teurer, bieten aber auch mehr Möglichkeiten und bereiten dich auf die „wirklich großen“-Kameras sehr gut vor, du kannst viel experimentieren und auch schon viel damit machen.

Du hast immer die Wahl: willst du schnell ein Bild machen, dann nimm ein Programm, willst du in Ruhe ein Bild komponieren und die technischen Möglichkeiten selbstbestimmt einsetzen, dann hast du die Modi und viel Freiheit.

Einsatzbereiche:

  • schnell, zu jeder Zeit ein Foto machen (Programme)
  • Verschlusszeit einstellen oder Blende einstellen (Modi): ideal für anspruchsvollere Fotografie

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Problembereiche:

  • Dunkelheit (auch Innenräume)
  • gebunden an das Objektiv, das eingebaut ist
  • Bedienung manchmal etwas erschwert, besonders bei Touch-Screens oder bei zu kleinen Knöpfen
  • hohe Akkulast durch reine Bildschirm-Bedienung, bzw. durch GPS- oder WLAN-Modul
  • ggf. proprietäre (kameraspezifische Akkus, die man (teuer) erwerben muss.)
  • meist nur JPG-Dateiformat (kein RAW, das dir mehr Möglichkeiten bieten würde)

Wie auch bei der Kompaktkamera gilt: Achte darauf, dass dir Bedienung zusagt, denn die tollsten technischen Spezifikationen helfen nichts, wenn du sie nicht bedienen kannst. Gehe zu deinem freundlichen Fotohändler und schaue sie dir in Ruhe an.

Zoome mal rein, zoome mal raus und schaue wie viel vom Bild du jeweils siehst. Wenn du Blumen oder Menschen fotografieren willst, dann mache auch mal ein Makrofoto oder ein Foto von einer Person, einfach um zu sehen, wie es herauskommt.

Ich gebe keine Empfehlungen für Firmen: Canon, Nikon, Sony, Olympus, Pentax… sie alle sind mittlerweile so gut, dass sie sich in technischen Spezifikationen unterscheiden, die man wirklich studieren muss – und dann auch schätzen muss. Ich sage immer: eine gute Kamera muss sich von mir intuitiv bedienen lassen und die Bilder, die ich sehe – die müssen mir gefallen. Alles andere ist eine extreme Fixierung auf Zahlen und ich bin eher bildorientiert.

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Achte auf:

  • Bedienbarkeit
  • Bildausschnitt bei Zoom / und ausgezoomt
  • Fokusierungsgeschwindigkeit bei bewegten Objekten
  • Rauschreduzierung
  • Gewicht, Größe
  • Preis
  • Display (Klappdisplay, Spiegelung, Displaydarstellung bei Sonnenlicht)

Die meisten LCD-Bildschirme sind übrigens zu hell und zu farbig eingestellt, es kann gut sein, dass das Bild blasser wirkt, wenn du zu Hause das Foto ansiehst. Um sicherzugehen, solltest du dir die Bilder der Kamera vorher anschauen.

Wenn die Bridge-Kamera ein GPS-Modul hat, überlege dir gut, ob du es aktivierst, denn dieses Modul, das die GPS-Koordinaten des Bildes speichert, benötigt sehr viel Energie. Investiere bei diesen häufig proprietären Batterien (herstellerspezifischen) in mind. einem Zusatzakku, damit du nicht in der Wüste stehst und eine Steckdose suchen musst.

Wenn du an technischen Spezifikationen interessiert bist, dann achte auf:

  • Größe des Sensors
  • Brennweite (minimal und maximal). Sehr gut sind Bereiche zwischen 20mm (guter Weitwinkel) und 200mm (toller Zoom)
  • Rauschreduktion (wie gut sind die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen)
  • (Megapixel sind auch hier kein Kriterium mehr, lasse dich davon nicht in die Irre jagen)

Solltest du Fotos im Haus machen wollen, dann achte auf einen guten Blitz und da wird es schwer, denn die Kompaktkameras haben den Blitz auf Augenhöhe, der ist meist Grund für rote Augen. Die meisten Bridge-Kameras bieten Vorabblitze gegen rote Pupillen oder eine Blitzleistungsreduzierung an.

Manche nennen Bridge-Kameras auch „Kreativ-Kameras“, weil sie viele Einstellungsmöglichkeiten bieten.

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Nächste Woche geht es weiter mit der Spiegelreflexkamera (DSLR).

Bis dahin!

Euer Alex.

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Kategorien:Fotografie

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