Kameratypen – spiegellose Systemkameras (DSLM) (4)

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Liebe Freunde der „52-Foto-Aufgaben“,

zu guter Letzt widmen wir uns den Einkaufstipps zur spiegellosen Systemkameras, den sogenannten DSLM-Kameras.

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Spiegellose Systemkameras sind der neue Star am Himmel, sie überbrücken zwischen Bridge- und DSLR, also Spiegelreflexkameras. Sie haben eine außerordentlich gute Qualität, doch Käufer von Spiegelreflexkameras müssen sich noch keine Sorgen machen, denn während spiegellose Kameras interessante Möglichkeiten bieten, entwickeln sich ja auch Spiegelreflexkameras weiter und sie führen noch.

Doch sie bieten große Vorteile, da der Spiegel fehlt, kann wesentlich platzsparender gebaut werden und daher sind DSLM natürlich wesentlich kleiner als schon die kleinste Spiegelreflexkamera. Das Bild wird sofort auf den Sensor weitergegeben und selbst wenn es auf dem Bildschirm erscheint, ist das bereits das „interpretierte“ Bild des Sensors. Hat die DSLM einen Sensor, dann ist auch dies bereits das Bild vom Sensor, es handelt sich um einen elektronischen Sucher.

DSLM verfügen über etwas unglaublich Spannendes: Sie haben einen Bajonett-Anschluss. Viele Hersteller bieten auch Adapter an, womit z. B. Canon Spiegelreflexobjektive problemlos an die spiegellose Kamera angeschlossen werden. (Achtung, bei einigen kann die objektivbezogene Bildstabilisierung oder der Autofokus deaktiviert werden.) Das eröffnet dir einen Gestaltungsspielraum, der beeindruckend ist und bisher eben nur den Spiegelreflexkameras vorbehalten war.

Natürlich gibt es aber auch ganz spezielle Objektive für die spiegellosen Kameras, die meist recht handlich klein sind, eine tolles Bild bieten (aber auch recht teuer).

Für Herausforderungen und Tipps und Tricks gibt es diesen Blog oder noch detaillierter und klarer in den „52 Foto-Aufgaben“-Büchern:

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Im Kern geht es heutzutage nicht mehr um Megapixel, sondern um die Sensorgröße (und da auch um die Körnung).

DSLM-Kameras bieten neben den Modi Av-/A (Blendeneinstellung – also den Schärfebereich), Tv- oder S für die Verschlusszeit und M wo du alles einstellen kannst. Dazu gibt es aber auch noch viele Programme, wie auch bei den Bridge- und digitalen Kompaktkameras, z. B. Porträt, Nachtfotografie, Landschaftsfotografie usw. DSLM bieten allerdings auch viele Effekte an, die man glücklicherweise auch gleich auf dem Bildschirm ansehen kann. Dazu gehören (je nach Hersteller): Panorama, Gegenlicht-HDR, HDR, Weißabgleichsreihen, Miniatur-Effekt, Fish-Eye-Effekt, Ölmalerei-Effekt usw. usf.

Der AUTO, CA oder der P-Modus nur bedingt wirklich die tollen Kreativmodi. Zugegeben, mit dem CA-Modus kann man immerhin schon visuell die Blende einstellen (und das Bokeh bestimmen), aber das ist meist eine recht fummelige Sache.

Problematisch wird es meist beim schnellen Einstellen. Je weniger Knöpfe eine solche Kamera hat, umso mehr musst du über den Touch-Screen einstellen und das dauert Zeit. Wenn du die hast – kein Problem, hast du sie nicht, dann ist der Hase schon weggehoppelt, bevor du ihn überhaupt anvisieren konntest.

Darauf solltest du achten:

  • Gehäuse
  • Sensorgröße
  • Megapixel
  • Bildstabilisator
  • (elektronischer) Sucher
  • Display (Klappdisplay, Spiegelung, Displaylesbarkeit bei Sonnenlicht)
  • Auswahl an Objektiven
  • Bedienung
  • Optionen (WLAN, GPS, Effekte)

Bedenke, dass Touch-Screens sehr akkulastig sind und viel Akku verbrauchen. Überlege dir auch gut, wie schnell du die Kamera über einen Touchscreen einstellen kannst, dies kann durchaus ein Kriterium für eine Spiegelreflexkamera sein.

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Im Gegensatz zur Spiegelreflexkamera sind diese Kameras wesentlich günstiger, handlicher und machen dabei sehr gute Fotos. Sie verfügen über die gleichen Modi wie die Spiegelreflexkameras, während sie außerdem noch die automatischen Programme der Bridge- und Kompaktkameras haben, die die üblichen Voreinstellungen, z. B. bei Porträts (kleine Blendenzahl, Verstärkung der Hautfarbe und ggf. auch angepasste Blitzleistung) übernehmen und ein schnelles Bild ermöglichen. Zudem haben diese Kameras dann auch noch eine Gesichtserkennungen, das heißt, normalerweise werden dann auch (wie üblich gefordert) die Augen scharf gestellt.

Systemkameras kommen häufig mit einem externen Blitz, der überraschend gut ist (meiner geht sogar in einem 45° Winkel nach oben, was der ideale Winkel für normal große Räume ist), aber sie können häufig auch mit professionellen Blitzen ausgestattet werden, wie z. B. Ringblitzen, die bisher den Spiegelreflexkameras zugeordnet waren.

Schaue dir in Ruhe das Standard-Objektiv an: Zoome mal rein, zoome mal raus und schaue wie viel vom Bild du jeweils siehst. Wenn du Blumen oder Menschen fotografieren willst, dann mache auch mal ein Makrofoto oder ein Foto von einer Person, einfach um zu sehen, wie es herauskommt.

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Problembereiche:

  • meist ist ein teurer Adapter für die Nutzung von Objektiven der Spiegelreflexkamera-Reihe nötig
  • im Vergleich zur Bridge-Kamera: schon recht teuer und kaum ein Abstand zur Einsteiger-Spiegelreflexkamera
  • Bedienbarkeit kann sehr langsam sein (aber es ist besser erklärt)
  • wenn sie nur mit Touch-Screen bedient werden, ist der Akkuverbrauch recht hoch (dies gilt auch für eingeschaltete GPS und WLAN-Module)
  • proprietäre Akkus sind Pflicht, du musst also die Akkus des Herstellers (oder Nachbauten) kaufen und die sind teuer.

Einsatzbereiche:

  • eigentlich auch für alles zu gebrauchen, nur bei schnellen Dingen wie Tier- bzw. Actionfotografie, ist die Kamera im Scharfstellen etwas langsam, was auch an der Bedienung über das Touchscreen liegt.

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Achte auf:

  • Bedienbarkeit (v.a. das Einstellen der Fokuspunkte, Änderungen des ISO-Werts, bzw. der Verschlusszeit oder Blende)
  • Gewicht, Größe
  • Preis
  • Sucher
  • Display (Klappdisplay, Spiegelung, Displaydarstellung bei Sonnenlicht)
  • Auswahl an Objektiven
  • Optionen (WLAN, GPS…)

Auch hier gilt: Die meisten LCD-Bildschirme sind zu hell und zu farbig eingestellt, es kann gut sein, dass das Bild blasser wirkt, wenn du zu Hause das Foto ansiehst. Um sicherzugehen, solltest du dir die Bilder der Kamera vorher anschauen.

Wenn die Spiegelreflexkamera einen Touchscreen oder ein GPS-Modul hat, dann mache dich darauf gefasst, dass du in Akkus investieren solltest, denn diese beiden Sachen benötigen sehr, sehr viel Energie. Ich würde mir mindestens drei Batterien kaufen: eine, die in der Kamera ist, eine die aufgeladen wird und eine, die ich in der Hosentasche zum Wechseln dabei habe.

Wenn du an technischen Spezifikationen interessiert bist, dann achte auf:

  • Größe des Sensors
  • Bildstabilisierung (gegen kleine Verwackler)
  • Brennweite (minimal und maximal). Sehr gut sind Bereiche zwischen 20mm (guter Weitwinkel) und 200mm (toller Zoom)
  • Geschwindigkeit des Fokus (und damit eine kurze Auslöseverzögerung) für Action-Fotografie
  • Rauschreduktion (wie gut sind die Bilder bei schlechten Lichtverhältnissen)
  • (Megapixel sind auch hier kein Kriterium mehr, lasse dich davon nicht in die Irre jagen)

Wenn du dann deine Kamera hast, dann schaue doch mal in meine Bücher, meine Serie „Fotografieren lernen in 52 Schritten“ für Menschen, die einfach gute Bilder machen wollen. Wähle einfach deinen entsprechenden Kameratyp aus: Spiegelreflexkamera, Digitalkamera & KompaktkameraBridge-Kameraspiegellose Systemkamera.

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Das war’s mit dem Einkaufsratgeber für die vier Kameratypen. Wenn du das Handy vermisst, dann schaue mal zur digitalen Kompaktkamera.

Bis dahin, herzlichst, Euer Alex.

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