Fotogruppen gründen und leiten (2): Das erste Treffen

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Liebe Freunde der 52-Foto-Aufgaben,

erste Treffen sind sehr wichtig, denn der hier festgelegte Ton setzt sich meist fort und es ist nun mal so, dass irgendjemand das Heft in die Hand nehmen muss, z. B. um eben das erste Treffen zu organisieren.

Da du dieses Treffen einläutest, solltest du dich so positionieren, dass du den Tisch ganz im Blick hast und zu allen Seiten reden kannst. Denn so kann das Treffen durch dich strukturiert und moderiert werden. Wenn du dich an den Rand setzt, wird jemand anders, der besser sitzt, übernehmen.

Ein Treffen mit Unbekannten ist dabei eine Herausforderung, denn es kann sich auch schnell verselbständigen. Unter Umständen treten sehr dominante Personen auf, die sich die Idee zu eigen machen (wollen) und deine ganze Vorarbeit für sich nutzen. Damit muss man umgehen können.

Im Idealfall sind natürlich alle auf einer Ebene und man macht es auf Zuruf, das heißt, eine Hierarchie ist nicht notwendig (denn da nähern wir uns schnell einem Verein), aber gerade bei Unbekannten ist damit zu rechnen.

Wo Menschen sich treffen, gibt es eben immer auch Meinungsverschiedenheiten, weil jeder eine andere Erwartungshaltung hat. Gerade die gilt es aber beim ersten Treffen abzufragen.

 

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Band 1-5a

 

Von der Struktur würde ich zur angegebenen Uhrzeit beginnen. Nachzügler können dazustoßen, da würde ich in einem kleinen Nebensatz kurz erwähnen, was bisher geschehen ist, damit sie den Hintergrund kennen.

Ich würde alle begrüßen und meine eigene Erwartungshaltung schildern: „Wir wollen hier eine Foto-Gruppe gründen“. Eigentlich duzt man sich sehr schnell, aber das würde ich kurz abfragen: „Ist es für jeden in Ordnung, wenn wir uns duzen?“

Dann kann sich jeder kurz vorstellen, mit Namen, Foto-Erfahrung und was er / sie sich unter der Foto-Gruppe vorstellt. Davon würde ich mir Kurznotizen machen. Am Ende, wenn jeder sich vorgestellt hat, würde ich mich selbst vorstellen und meine Hoffnungen an die Gruppe äußern. Im Idealfall kannst du diese schon mit den Erwartungshaltung der anderen verknüpfen.

Nun kommen die Verhandlungen, die du moderieren solltest. Es kann nun zu Momenten kommen, wo Menschen ihre eigenen Hoffnungen umsetzen möchten.

Inklusive dem berühmten Satz: „Wer hat dich zum Chef gemacht?“

Nun, darauf kann man dann antworten: „Ich habe es bis hierhin organisiert.“

Dieser Ton ist allerdings gefährlich, der eine wie der andere. Er schafft ein Ungleichgewicht, das schon auf Dominanz ausgerichtet ist und für mich ist das keine Atmosphäre, wo ich mit Gleichgesinnten unterwegs bin, sondern wo es einen gibt, der die Ansage macht, sich selbst verwirklicht und die anderen haben nachzuziehen.

 

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Ich bin da doch eher demokratisch veranlagt und würde darauf an deiner Stelle immer moderierend hinweisen. Lenke es schlicht immer wieder auf die anderen um. „Wie sehen das die anderen?“, damit steuerst du die Entwicklung.

Wenn die anderen dann natürlich der gleichen Meinung sind, hat die Gruppe eben so entschieden.

Es ist nötig, die Spielregeln schnell für alle zu etablieren. Wäre es eine Gruppe, die ich leiten würde, würde ich auf das „wir“ sehr häufig abzielen und auf eine freundschaftlichen Basis, mit einem angenehmen, fairen Umgangston achten und den auch einfordern, wenn es ausbricht.

Dabei helfen Phrasen wie: „Wir sollten die Emotionen wieder etwas runterkochen und uns auf die Sache konzentrieren“, bzw. auch Pausen einläuten: „Holen wir mal für fünf Minuten kurz Luft.“

Versuche die Erwartungen auch der Stillen miteinzubeziehen, denn es sind die, die als erstes nicht mehr kommen, wenn man sie ignoriert und dabei sind sie als stabile Masse sehr nötig und sie haben sehr häufig ein großes, verlässlicheres Potenzial als die lauten.

Suche nach Gemeinsamkeiten, einen anderen Tipp kann ich dir nicht geben und wenn alle Argumente sachlich dargelegt sind (oder von dir versachlicht noch einmal wiederholt wurden), dann lasse einfach abstimmen.

 

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Das hört sich jetzt schon sehr formal an und es widerstrebt mir, so etwas zu schreiben, aber in der Formierungsphase einer Gruppe ist es wichtig, dass man jeden hört, dass man jeden wahrnimmt und auch neue Ideen aufnimmt, an die man nicht gedacht hat.

Es geht hier nicht um „Protokolle schreiben“, auf „Satzungen verweisen“, das macht man beim Mieterbund, besonders wenn man kündigen möchte, da wird mit großer Freude dann auf die Satzung verwiesen (fehlt nur noch das „Haha“ in Klammern.)

Worum es hier geht, ist es, möglichst alle Leute, die anwesend sind, ins Boot zu holen und einen gemeinsamen Nenner zu finden, der eine tolle Gruppe ermöglicht.

Im nächsten Beitrag geht es um die möglichen Inhalte einer Fotogruppe.

 

Herzliche Grüße, Euer Alex.

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Kategorien:Fotografie, Fotogruppen, Fotogruppen gründen, Fotogruppen leiten

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