Fotogruppen gründen und leiten (3): Inhalte

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Liebe Freunde der „52-Foto-Aufgaben“,

Foto-Gruppen können ganz unterschiedliche Zielsetzungen haben, an die man nicht sofort denkt (und vielleicht vergesse ich auch die eine oder andere, dann schreibe mir, wenn du noch andere Ideen hast, das finde ich sehr spannend.) Es gibt natürlich auch Mischformen.

Die „Wir-fotografieren-und-haben-Spaß-dabei“-Gruppe ist eine angenehme Gruppe. Meist erklärt sich einer bereit, einen Ort ausfindig zu machen, der interessant sein könnte, man trifft sich zu einem vereinbarten Zeitpunkt und geht auf die Fotojagd. Zu bedenken ist hier, dass viele Leute arbeitstätig sind, das heißt, das findet häufig am Abend statt und eher selten an den Wochenenden, einige wollen da mit ihren Partnern entspannen. Aber dies ist eine angenehme Gruppe, solange man einen Modus Operandi hat, wie man sich abwechselt. Manchmal bleibt es aber auch an einem hängen und der muss sich dann zu jedem Termin etwas ausdenken.

Tipp: Meine Foto-Aufgaben können da zur Inspiration verhelfen. 🙂

Willst du noch besser fotografieren lernen? Dann schau doch mal in meine „52 Foto-Aufgaben: Fotografieren lernen…“-Reihe und wähle deinen Kameratyp: Spiegelreflexkamera, Digitalkamera & KompaktkameraBridge-Kamera und ganz neu: spiegellose Systemkamera.

4 Fotografieren-lernen Bände

 

Die Nachbesprechung kann im Internet (in Foren oder geschützten Räumen) erfolgen, bzw. wie in der nächsten Gruppe an einem anderen Termin. Bedenke, dass wenn du Bilder von Personen ins Internet stellst, diese immer noch ihr Persönlichkeitsrecht haben und du dagegen verstoßen kannst. Stelle nur Bilder mit Personen ins Internet, von denen du die schriftliche Erklärung hast. (Schau dir zu den rechtlichen Aspekten das großartige Buch von Wolfgang Rau an, das ich an dieser Stelle – einmal mehr – nur empfehlen kann.)

Die Gruppe: „Ich-zeige-meine-Fotos-und-will-Feedback“ ist anders gestrickt, hier trifft man sich abends in einer Kneipe oder in einem Raum (mehr dazu später) und man bespricht die Werke der Teilnehmer. Das kann unmoderiert zu einem Chaos werden, der sehr emotional ausarten kann.

Hier ist zu bedenken, dass es unterschiedliche Menschen gibt, die unterschiedlich mit Kritik umgehen. Es gibt aber auch Menschen, die unterschiedlich Kritik äußern.

 

Foto-Herausforderungen für jede Woche mit spannenden Tipps und Tricks, Hintergrundinformationen und Anleitungen findest du in diesen Büchern:
52-Foto-Aufgaben (Sammelband 1 (Bd 1-3) / Band 4). (Band 5 erscheint Anfang 2015!)

Band 1-5a

 

Bevor es zu einem Schlachtfest wird, muss man hier die Regeln besprechen. Im Idealfall kommt man auf einen freundlichen Konsens, der für alle gilt. Ist das nicht möglich, sollte jeder sagen, was ihm lieber ist: „freundliche, konstruktive Kritik“ oder „klare Worte“.

Es ist meine Erfahrung, dass jeder, der ein Bild zeigt, eigentlich erst einmal stolz darauf ist und sich gut überlegt hat, ob er / sie es zeigt. Das sollte man berücksichtigen. Dass nicht jeder das gleiche Bild machen würde, ist völlig in Ordnung und gilt als gesetzt, darüber muss man nicht diskutieren.

So ist die Reihenfolge meist wie folgt:

Das Bild wird vorgestellt (Beamer, Foto) und der Fotografierende gibt seine Gedanken dazu wieder: Warum hat er / sie es fotografiert? Was interessiert sie an dem Bildinhalt? Welche Gedanken und Gefühle verbindet er / sie damit? Welche technischen Herausforderungen hat es gegeben? Wie wurden die gemeistert? Hat er / sie Fragen an die Gruppe?

Generell würde ich folgende Umgangsregeln festlegen:

  • es wird niemand persönlich angegriffen
  • wenn einem das Sujet / die Thematik nicht liegt, nur äußern, wenn es für den anderen positiv ist
  • generell mit einem Lob beginnen
  • nicht mit „aber“ fortsetzen
  • Konstruktive Ratschläge (sind auch Schläge) freundlich als Möglichkeit verpacken: „Könntest du dir vorstellen, das Bild auch in einer anderen Farbe / aus einer anderen Position zu machen?“ Damit kommt der Befragte zu einer eigenen neuen Ansicht, die aber aus ihm kommt.

Destruktive Kommentare sind zu vermeiden und sollten aus Gründen des Gruppenfriedens auch klar unterbunden werden. Fotos, wie alle kreativen Werke, sind wie eigene Kinder. Man stellt sie nur scheu der Öffentlichkeit entgegen und was die meisten dann nicht wollen, ist destruktive, leere und unsinnige Kritik. Dass diese trotzdem kommt, ist leider eine Tatsache, aber man kann versuchen, sie moderierend in Griff zu bekommen.

 

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 Band 1 & 2

 

Schön ist es, wenn die Fotografierenden selbst Fragen stellen: „Was hätte ich tun können, um…?“ Dann wird explizit um Rat gefragt, den man auch an dieser Stelle geben darf.

Auf die Frage: „Willst du Kritik hören?“ Werden die ruhigen und stillen Menschen niemals mit einem „Nein“ antworten, daher ist diese Frage nicht geeignet.

Wenn es Typenkonflikte gibt – die Agressive und der Freundliche – dann kann man auch die Regel einführen, dass nur von dem eine Rückmeldung eingefordert wird, den der / die Präsentierende aufruft. So hat man etwas Kontrolle über ggf. aggressivere Potenziale.

Man kann auch explizit nur warme Duschen verteilen: Es gibt in der Runde dann nur Lobe und positive Rückmeldungen. Dies kann durch eine konstruktive Runde abgelöst werden, kann aber auch für sich stehen.

Am Ende kann auch das schönste/interessanteste Bild des Abends gewählt werden. (Varianten sind Monatssieger oder Jahressieger, verbunden mit einer Vernissage, wo jeder 1-2 Bilder ausstellen kann und dann gewählt wird.)

Dann gibt es noch die Gruppe, die Elemente kann man natürlich miteinander vermischen, die sich auf das Lernen konzentriert: „Ich-will-die-Herausforderung-und-will-etwas-lernen.“

Diese Gruppen stellen sich  meist selbst etwas vor oder laden Gäste ein, die zu einem bestimmten Thema einen Vortrag halten. Diese Fortbildungsgruppen sind sehr spannend und oft auch sehr anregend. Aber wenn es nichts zu präsentieren gibt, dann verläuft das meist im Sand.

In der nächsten Woche geht es um die Treffhäufigkeit und wie man Gruppen am Leben erhält.

Herzliche Grüße!

Euer Alex.

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Kategorien:Fotografie, Fotogruppen

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