Aktion bessere Fotos machen (1): Objekte, die deine Bilder ruinieren

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Objekte, die deine Bilder ruinieren: Die Täter 

Es gibt verschiedene Objekte, die können deine Bilder ruinieren. Tante Erna gilt als gesetzt, aber es gibt noch andere Probleme. Bevor wir uns nächste Woche mit den Hilfen auseinandersetzen, wie du sie wieder los wirst (Torte, Wasserspritzpistole), identifizieren wir dieses Störenfriede erst einmal, damit du sie von vornherein schon mal erkennst.

 

1. Linien

Ein typisches Problem (besonders in der Makrofotografie) sind Linien im Hintergrund, das können schwarze Äste sein, der Horizont, eine Straße oder ein Straßenschild. Das Problem liegt darin: Unser Auge folgt Linien, ob wir es wollen oder nicht und daher sollten Linien zur Bildkomposition gezielt eingesetzt werden und nicht ablenken.

 

2. Objekte

Typische Objekte die stören sind z. B. Autos vor der schönen Ruine, die blaue „Viel-Glück“-Toilette auf der Zugspitze oder überquellende Mülleimer am Strand. Sie alle lenken ab und stören die Idylle – es sei denn, du willst sie ganz bewusst in Szene setzen, dann wären sie völlig in Ordnung.

 

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3. Farben

Wenn Tante Erna nicht mit ihrer herrischen Stimme kreischend auf sich aufmerksam machen kann, denn auf Bildern ist sie dankenswerterweise immer stumm, dann hat sie noch eine Wahl und diese nutzt sie: Sie zieht sich ein rotes Kleid an, egal, ob es die Beerdigung ihres Mannes ist oder nicht. Damit ist eines gesichert: Sie steht im Mittelpunkt. Störend ist dies, wenn es eigentlich um das Brautpaar geht, das aber dezent in schwarz- und weiß-gekleidet ist (manchmal auch nur in schwarz, aber das ist entweder der Orientierung geschuldet oder anlassbezogen. 🙂 )

Knallbunte Farben sind genau das: knall und bunt und wenn der Marienkäfer im Vordergrund ist und im Hintergrund ist das Stoppschild, dann wird der Marienkäfer egal.

 

4. Lichter

Manchmal überbelichten Bereiche, diese Bereiche nennt man dann „Lichter“, das heißt, sie sind ganz weiß und fungieren damit ähnlich wie Farben: sie lenken ab und lenken den Blick auf sich. Das schöne grüne Laubblatt hat keine Chance gegen die überirdisch weiße Lichtquelle die sich von hinten in das Bild drückt. Diese hellen Bereiche können auch durch Lichtreflektionen entstehen.

 

5. Viel zu viel

Ein typisches Problem ist es, dass manche Menschen denken: „Ich mache nur ein Bild und da muss alles drauf sein.“ Nun, das funktioniert leider auch – aber es sieht dann auch so aus, das Bild hat dann meist keinen Bildmittelpunkt und man irrt mit dem Auge hilflos umher und gibt ziemlich schnell auf.

 

6. Unruhige Umgebungen

Es gibt aber auch Hintergründe, die sind viel zu unruhig – das geschieht dann, wenn zu viele Sachen noch im Bild sind, die eigentlich nicht sichtbar sein sollten, z. B. die dicken, fetten schwarzen Muscheln hinter dem netten Baby, das gerade eine Sandburg baut. Solche Elemente können ebenfalls ablenken (und manchmal die Bildwirkung verkehren.)

 

 

Schauen wir uns nächste Woche an, wie du diese Elemente loswirst!

Bis dahin!

Euer Alex. 🙂

 

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Kategorien:Fotografie

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