Gebäude fotografieren (1): Überblick

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Liebe Freunde der 52 Foto-Aufgaben,

beginnen wir mit einer neuen Reihe in diesem Blog. In den nächsten Wochen dreht sich alles um „Gebäude fotografieren“. Sagt es doch Euren Freunden und Bekannten, schickt ihnen den Link, sie werden sich freuen. Ich bin sicher, auch dir wird diese Reihe wieder Spaß bereite und viele neuen Tipps und Tricks mit auf den Weg geben.

Gebäude zu fotografieren macht Spaß. Wir tun dies häufig, um eine Zeit festzuhalten und eine Erinnerung an eine Örtlichkeit mitzunehmen, die sich von unserer Lebenswirklichkeit unterscheidet.

Zugegeben, manche Gebäude sind einfach nur zu spannend, als dass man sie ignorieren könnte. Ob es schwarze Zehntscheuern sind, Mühlen oder große Schlösser – es ist immer der Hang zur Nostalgie da. Aber auch moderne Gebäude sind von Interesse, hier überwiegt aber mehr der Gesichtspunkt der „Kunst“, als der der „Geschichte“ – zu guter Letzt gibt es natürlich noch den dokumentarischen Charakter, warum man Gebäude fotografiert, z. B. weil man dort gewohnt hat oder gearbeitet hat.

Deshalb bestimmt häufig das Gebäude, das sich uns präsentiert, den Inhalt und auch die Umsetzung.

Dokumentarisch geht es um die sachliche Darstellung eines Gebäudes, ggf. in seinem Kontext: „Hier habe ich immer gewohnt, im dritten Stock, das oberste rechte Fenster, von wo ich immer den großen Kastanienbaum vor dem Haus betrachtet habe.“ – In diesem Fall muss also nicht nur das ganze Haus abgebildet werden, sondern der Kastanienbaum sollte auch noch sichtbar sein. Die große Gefahr von diesen Bildern liegt darin, dass sie:

  1. zu viel zeigen, weil man alles an einem Bild erklären möchte
  2. dass sie mehr wie ein Foto aus der Zeitung aussehen: „Das war das Haus, in dem eingebrochen wurde.“

Bei dokumentarischen Bildern, auch bei „Ich-war-da“-Alibi-Bildern muss man sich immer die Frage stellen, ob man nicht doch eine Atmosphäre vermitteln möchte, ein Gefühl für die Umgebung, für das Haus oder das Leben. Und in dem Moment, in dem man dies tut – ist es aber kein dokumentarisches Bild mehr, sondern ein künstlerisch in Szene gesetztes Zeitdokument.

Nächste Woche geht es weiter mit in Szene gesetzten Zeitdokumenten, also den alten Gebäuden.

 

Mehr zum Thema „Städte schön fotografieren“ findest du hier in den beiden Bänden 52 Foto-Aufgaben: Reisefotografie: Stadt damit du optimal für den nächsten Urlaub gerüstet bist, gibt es noch das Buch „52 Foto-Aufgaben: Landschaftsfotografie“ mit allem, was du für unvergessliche Landschaftsfotografie benötigst.

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Bis zur nächsten Woche!

Euer Alex.

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Kategorien:Fotografie, Fotografie für Anfänger, Fotografie Grundlagen, Fotografieren lernen

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