Lightroom: Probleme der automatischen Gesichtserkennung

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Liebe Freunde der „52-Foto-Aufgaben“,

die automatische Gesichtserkennung ist eigentlich eine tolle Sache, zumindest stellt man es sich so vor: Ich wähle meine 20.000 Bilder aus und sage; erkenne alle, die du siehst.

Und Wunder-was, das klappt anfangs auch überraschend gut. Selbst auf Fotos, wo keiner weiß, dass ich es bin, werde ich plötzlich erkannt und das ist großartig!

Doch das Problem ist ein anderes – je mehr Gesichtsdaten gesammelt werden und je mehr andere Gesichtsdaten dir ähneln, umso mehr wird der Algorithmus durcheinander kommen. Was heißt das? Deine Augen, dein Mund und deine Nase, sowie deine Ohren stehen in einem gewissen Verhältnis zueinander, aufgrund dieser Abstände erkennt dich der Computer. Das Verhältnis bleibt sogar meist zwischen Kindheit und Erwachsenenleben gleich.

Problem 1: Dieses Verhältnis ist aber nicht einzigartig, das heißt es werden immer wieder Gesichter vorgeschlagen, die dir irgendwie aufgrund dieses Verhältnisses ähneln (meist beginnt es mit den Eltern, sodenn es die leiblichen Eltern sind.)

 

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Problem 2: Du bist nicht immer frontal zu sehen, sondern auch mal schief, seitlich, angeschnitten. Auf diesen Bildern willst du auch erkannt werden, also trainierst du den Computer: „Das bin auch ich!“ Und er lernt, dass sich das Verhältnis verschiebt, wenn dein Gesicht seitlich aufgenommen wurde. Er weiß aber nicht in welchem Maßstab…

Problem 3: Je mehr Menschen du fotografierst, umso größer wird die Datenbank der möglichen Personen. Da wird ein Bild vom Eiffelturm mit einer Horde Touristen zum Alptraum für die Gesichtserkennung und für dich, denn dann ist die „automatische Gesichtserkennung“ überhaupt nicht mehr automatisch, denn sie fragt dich: „Ist das Alex? Ist das Onkel Edward? Ist das Tante Erna?“ Und du bist ständig am Ablehnen.

Problem 4: Statuen, du siehst es oben. Weiß der Himmel, wie die Statuen heißen – aber ich werde sie nicht benennen und schon gar nicht auf jedem Bild mit ihnen herumschlagen.

Am Ende endet es meist so:

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Diese abfotografierte Textnotiz – eine Idee für meine Fantasy-Reihe „Im Reich der Drachen“ – wurde schließlich zum Gesicht deklariert. Wie um alles in der Welt das gehen soll, das weiß ich nicht, aber das war der Moment, wo ich aufgab.

Ich habe die automatische Gesichtserkennung abgeschaltet, denn bevor ich 2000x „Nein“ sagen muss, sage ich doch lieber auf den wenigen Bildern von den zehn bis fünfzehn Menschen, die mir wirklich etwas bedeuten, dass die Person auf dem Bild ich oder meine Eltern sind. Tante Erna ist mir da genauso egal, wie die Statue oder die Textnotiz. Und glaube es oder glaube es nicht, das „taggen“ meiner Bilder ist damit wesentlich schneller geworden, auch wenn am Anfang die „automatische Gesichtserkennung“ großartig war.

Bis zur nächsten Woche!

Euer Alex.

 

 

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Kategorien:Fotografie, Fotografie für Anfänger, Fotografie Grundlagen, Fotoverwaltung, Gesichtserkennung

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