Fotografieren in HDR (4): Stativ oder nicht-Stativ, das ist hier die Frage…

Liebe Freunde der 52-Foto-Aufgaben,

braucht man wirklich ein Stativ für HDR-Fotografie? Nein, nicht immer. Man kann durchaus, wenn die Kamera an sich heranzieht, ausatmet, sich nicht bewegt und den ISO-Wert ggf. hochsetzt und die Blende ggf. öffnet (z. B. durch eine kleine Blendenzahl) drei Bilder relativ verwacklungsfrei fotografieren. Das geht.

Es geht aber nicht immer gut. Und meist ist es das letzte Bild das verschwommen ist – das Bild, das am längsten belichtet wird, denn du hast in der Folge schon gelesen, dass nur die Verschlusszeit angepasst wird. Das heißt, wenn es möglichst hell – also überbelichtet – sein soll, wird die Verschlusszeit verlängert und das kann so weit gehen, dass du die Kamera nicht so lange ruhig halten kannst.

Ein Stativ sollte her – oder etwas anderes, damit du die Kamera stabilisieren kannst, z. B. eine Kirchenbank oder ein (ruhiges) Geländer.

 

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Denn sobald du wackelst, wird das Programm, das aus den verschiedenen Bildern eines machen soll, das Problem haben, diese Bilder übereinander zu legen. Es kommt zu sogenannten „Ghosting“-Effekten. So hat dann die Treppe einen Schatten des letzten (verschwommenen) Bildes, das nicht genau über die anderen Bilder gelegt werden konnte.

Natürlich kannst du das verschwommene Bild einfach weglassen, aber dann fehlt dir der Kontrastumfang, den du eigentlich wolltest. Bei einigen Programmen kann man den Ghosting-Effekt reduzieren lassen. Mehr dazu nächste Woche.

Der Ghosting-Effekt tritt auch bei bewegten Objekten zutage. Wenn also ein Auto durch das Bild fährt, hast du es unter Umständen in drei verschiedenen Bildbereichen – jeweils halb durchsichtig. Oder der Mensch, den du fotografierst bewegt sich, dann wirkt er unscharf.

Alles, was sich bewegen kann und während der Bilderreihe bewegt, wird zu einer Unschärfe führen. Achte also darauf, dass du keine bewegten Objekte an mehreren verschiedenen Orten fotografierst, während du die Belichtungsreihe machst und diese dauert zwischen 4 und 12 Sekunden, je nachdem wie schnell deine Kamera ist.

Das gehört jetzt zwar nicht zum Stativ, aber da hat man die Zeit, zwischen den Fotos zu warten, bis die Personen weitergelaufen sind. 🙂 Bei bewegten Objekten würde ich nur ein einzelnes RAW-Bild als Ausgangsgrundlage für das HDR nutzen, es sei denn mein Programm ist schlau und kann die Geister herausrechnen. Denn mehr Bilder sind immer überlegener als ein einzelnes.

Nächste Woche geht es um HDR-Software!

Bis dann,

Euer Alex.

 

 

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4 Fotografieren-lernen Bände

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