Verschlusszeit nutzen (4): typische Fehler bei kurzer Verschlusszeit

Liebe Freunde der 52-Foto-Aufgaben,

willkommen zum vierten Teil der Kurz-Serie zur Verschlusszeit, wo wir uns den Problemen kurzer Verschlusszeiten widmen. 🙂

Mit kurzen Verschlusszeiten kann man schnelle Dinge wunderbar festhalten. Man sieht, wie die Müslischüssel nach unten fliegt und in Einzelteile auseinanderbricht, wie sich der Hund vom Besitzer losreißt und das Baby mit der Hand in den Ketchup schlägt. Kurze Verschlusszeiten machen Momente sichtbar, die zu schnell für unser Auge wären. Smartphones können dies behelfsmäßig mit einer Videofunktion und Einzelshots ausgleichen, auch wenn sie in diesem Bereich am meisten Schwierigkeiten haben (mehr dazu in meinem Buch „52 Foto-Aufgaben: einfach fotografieren lernen in 52 Schritten: Smartphone“.

Welche Gefahren bergen kurze  Verschlusszeiten?

 

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Kurze Verschlusszeiten lassen nur wenig Licht in die Kamera, das kann zum Problem werden, wenn es ohnehin nicht sehr hell ist. Das Resultat: Das Bild ist zu dunkel.

Außerdem ist zu beachten, dass sie meist nur eine sehr geringe Schärfentiefe haben, da bei kurzen Verschlusszeiten meist die Blende weit geöffnet wird und der Schärfebereich dadurch sehr klein wird.

Bei kurzen Verschlusszeiten sind die Momente meist sehr, sehr kurz. Das heißt, der Ball fliegt – und ist im Tor. Das Zwischenbild, wie der Ball gegen das Netz fliegt, den hast du gerade verpasst. Hier hilft auf jeden Fall die Serienbildfunktion und eine schnelle Speicherkarte. Ich würde bei diesen Bilderreihen immer in Schüben von 2-4 Bildern fotografieren, nichts ist schlimmer, als wenn der Kamerapuffer gerade voll ist, wenn das beste Bild kommt.

Der Fokus kann bei kurzen Verschlusszeiten auch ein Problem werden, ggf. hat sich das Objekt bereits weiterbewegt und der Autofokus macht nun den Hintergrund scharf. Oder – und das ist die Extremvariante von Action-Fotografie – das Objekt ist bereits außerhalb des Bildes. Ein manuell gesetzter Fokus kann helfen, aber wenn das Objekt seinen Abstand zur Kamera verändert und man nicht viel Zeit hat, dann ist auch dies schwer.

Ein letztes Problem ist der Blitz: Bei Einsatz eines Blitzes und einer kurzen Verschlusszeit kann es dazu kommen, dass das der Sensor nicht ganz beleuchtet wird. Das Resultat: Ein Teil des Bildes ist schwarz und zwar wie abgeschnitten. Da hilft dann nur die Verschlusszeit zu verlängern.

Um eine kurze Verschlusszeit zu erreichen, kann es notwendig werden, dass man den ISO Wert relativ hoch setzt, doch dadurch werden Details verrauschen.

 

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In der nächsten Woche schauen wir uns extreme Langzeitbelichtung an.

Ich freue mich auf dich!

Bis dahin eine schöne Woche!

Dein Alex.



Kategorien:Fotografie

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